Konzentrationstraining und andere Maßnahmen, die mit dem Kind / Jugendlichen alleine durchgeführt werden, haben sich leider nicht als besonders wirkungsvoll erwiesen.
Auch andere Therapieformen helfen nicht gegen AD(H)S, sondern gegen zusätzliche Probleme [AD(H)S ist keine Wahrnehmungsstörung !].
Selbstverständlich muss im Einzelfall immer bedacht werden, ob zusätzlich vorhandene Probleme zusätzliche Behandlungsmethoden erfordern.
Am wichtigsten ist jedoch, unabhängig von der Behandlungsmethode, dass das betroffene Kind / der betroffene Jugendliche so aufwachsen kann, dass er sich trotz seiner Schwierigkeiten mag und schulisch / beruflich sowie sozial seinen Fähigkeiten entsprechend eingebunden ist. Dies ist oberstes Therapieziel!
Zum Verlauf ist festzustellen, dass viele Kinder in der Pubertät / Jugend die (sichtbare) motorische Unruhe verlieren. Die Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit und der Impulsivität, die Frustrationsintoleranz und die schnellen Stimmungswechsel können auch im Erwachsenenalter erhalten bleiben.
Allerdings lernen betroffene Menschen oft im Laufe des Jugendalters, mit ihren Schwierigkeiten umzugehen, durch Eigenmotivation Unaufmerksamkeit und Ablenkbarkeit zu überwinden und ihre Kreativität zu nutzen. So gibt es viele erfolgreiche Persönlichkeiten mit AD(H)S !
Literaturempfehlungen:
- Döpfner, M.: Ratgeber Hyperkinetische Störungen
- Döpfner, M.: Wackelpeter und Trotzkopf
- Hartmann, T.: Eine andere Art, die Welt zu sehen
- Neuhaus, C.: Das hyperaktive Kind und seine Probleme
- Neuhaus, C.: Hyperaktive Jugendliche und ihre Probleme
- Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie: Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes- u. Jugendalter
- www.uni-düsseldorf.de/www/awmf.
- www.ag-adhs.de (Arbeitsgemeinschaft ADHS)
- www.bvah.de (Bundesverband Aufmerksamkeitsstörung / Hyperaktivität)